Erfahrung schon seit 1987
Die
Schmerzklinik ist
nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt (von den Privatkassen als
gemischte Krankenanstalt) und auch beihilfefähig.
GENICKSCHMERZ
Schmerz im Genick
Etwa 14% der Bevölkerung leiden unter einem chronische n Genickschmerz, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Hält der Genickschmerz länger als drei Monate an, so ist das chronische Stadium eingetreten. In dieser Situation sind i.d.R. Monotherapien (= Behandlungen mit nur einer Methode) nicht mehr ausreichend, sondern es ist ein multimodales Therapiekonzept (= mehrere Fachgebiete, z.B. ärztlich, physiotherapeutisch, psychologisch) gefordert, wie es nur spezialisierte Einrichtungen, so auch unsere, erbringen können.
Ein akuter (= relativ rasch und heftig einsetzender) Gen ickschmerz kann das Leitsymptom (= deutlich hinweisendes Krankheitszeichen) einer Meningitis (= Hirnhautentzündung) sein, eine lebensbedrohliche Erkrankung. In typischer Weise wird dabei aber der Kopf überstreckt gehalten.
Abgesehen von harmlosen, vorübergehenden Muskel verspannungen, hervorgerufen durch falsches Sitzen oder Liegen, tritt ein chronischer Genickschmerz hauptsächlich im Rahmen eines sog. HW S-Syndrom s auf. Das HW S-Synd rom (Halswirbelsäulensyndrom), auch als Zervikalsyndrom bezeichnet, ist ein Sammelbegriff für einen von der Halswirbelsäule ausgehender oder den Halswirbelsäule nbereich betreffender Schme rz.
Auflistung der wichtigsten vertebragene n (= wirbelsäulenbedingten) Ursachen für einen Genickschmerz:
Degenerative Veränderungen
(= durch Abnutzung hervorgerufen)
-
Bandscheibenveränderungen (Bandscheibenvorwölbung,
Bandscheibenvorfall)
- ligamentäre Insuffizienz
(= Funktionsstörung von
Haltebändern)
- Störung der gelenkigen Wirbelverbindungen
- knöcherne Veränderungen (Randzacken, Knochenwulste usw.)
Entzündliche Erkrankungen
- Rheumatischer Formenkreis (z.B.
Polymyalgia,
Morbus Bechterew)
Generalisierte Skeletterkrankungen
- (z.B.
Osteoporose, Osteomalazie)
Traumen (=
Verletzungen) ((z.B. Frakturen,
Schleudertrauma
(Beschleunigungstrauma,
Peitschenschlagsyndrom))
der HW
S)
Die mit Abstand häufigste Ursache für einen
Gen
ickschmerz
sind von der
Halswirbelsäule
ausgehende Störungen, hauptsächlich im Bereich der gelenkigen
Wirbelverbindungen, die sog. "Wir
belblockierungen". In der Regel klagen
die Patienten über einen
Sch
merz,
der in die
Schulter
n, manchmal bis in die
Arme und/oder auch
in den
Hinterkopf (z.T.
bis zur
Stirn) ausstrahlen
kann. Meist ist die
Muskulatur
neben der
Wirbelsäule
verhärtet, häufig verbunden mit einer schmerzhaft eingeschränkten
Kopfbeweglichkeit. Vielfach besteht auch Klopfschmerzhaftigkeit über den
Dornfortsätzen der Halswir
belsäule.
Zum Ausschluß eines die
Nervenwurzel
n betreffendes Krankheitsgeschehens (radikuläre
Syndome), bedarf es immer einer fachlichen Abklärung (Neurologie,
Radiologie).
Heftigste Schmerzzustände mit
Muskel
hartspann und dadurch erzwungener Fehlhaltung (Schiefhals)
werden als „akuter
Torticollis“ bezeichnet.
Die Halswir belsäule unterteilt sich in drei Abschnitte, entsprechend können neben einem Genick schmerz weitere Beschwerden hinzutreten.
Genick
sch
merz
beim oberen
HWS-Syndrom:
Die typischen Krankheitszeichen sind
in der Literatur unterschiedlich dargestellt (Kügelgen et Hillemacher
1989, Kocher et al. 1980, Dahmen et al. 1985). Gemeinsames
Merkmal sind Schmerzausstrahlung nach oben in den
Kopf, da sich die
Störungen überwiegend auf die
Nervenwurzel
des 2. Halswirbels konzentrieren. Die
Schmerz
einstrahlung in den
Hinterkopf,
teilweise auch bis zur Stirnregion ziehend, führt häufig zur Diagnose eines
zervikogene n oder
vertebragene
n (=
wirbelsäule
nbedingten)
Kopfschmerz
es.
Inwieweit die HW
S-spezifische "Unkovertebralarthrose"
(= Erkrankung des
„Halbgelenks“ zwischen zwei Wirbelkörpern)
über eine Einengung der Wirbelsäulenschlagader (A. vertebralis) im Foramen
intervertebrale (=
Zwischenwirbelloch) ein zerv
iko-kephales
(= Hals und
Kopf
betreffendes) Krankheitsbild
verursachen kann, ist noch nicht endgültig geklärt.
Genickschmerz beim
mittleren
Halswirbelsäulensyndrom:
Typische Sch
merz
en treten im Bereich der Halswirbel 3, 4, 5 auf
und strahlen in die
Schulter
blätter, auch bis über die
Schulter aus.
Beim radikulären Synd
rom
(= Krankheitszeichen infolge
einer
Nervenstörung,
Nervenschädigung)
treten Störungen der
Nervenfunktion in
Form von herabgesetzter Empfindung und/oder Lähmungen von
Schulter
blatt
muskeln (z.B. M.
levator scapulae) auf.
Ganz selten kommt es auch zu Zwerchfellähmung (Thoden 1987). Beim
radikulären Synd
rom der Ner
venwurzel des 5. Halswirbels ist der M.
biceps brachii (=
2köpfiger
Oberarm
muskel)
betroffen.
Genick sch
merz beim unteren HW
S-Synd
rom:
Da die
Nervenwurzel
n des 6. bis 8. Halswirbels und des 1.
Brust
wirbels betroffen sind, kann der
Gen
ickschmerz
in den
Schulter /
Arm
bereich bis in den Klein
finger
ausstrahlen.
Meist wird dieser Schmerzzustand mit „Zervikobrachialgie"
(siehe oben) bezeichnet, obwohl streng genommen das
Zervikobrachialsyndrom mit einer radikulären Symptomatik (= Krankheitszeichen infolge einer
Nervenschädigung,
-störung) einhergeht (Debrunner
1988). Die
pseudorad ikuläre
(= auf einen scheinbaren
Nervenschäden zurückzuführende)
Ausstrahlung in die
Arme fällt noch
unter den Begriff "Zervikalsyndrom".
Bei Störung der
Nerven
wurzel des 1. Brustwirbels kann sich ein Horner-Syndrom
(= Augenlidsenkung, Verengung
der Pupille, Zurücksinken des Augapfels)
ausbilden (Thoden 1987).
Medikamentöse
Schmerzbehandlung:
Akut
(= plötzlich einsetzend, heftig) und
subakut (= eher schleichend verlaufend) können
zunächst (vorwiegend) peripher wirkende
Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale
Antirheumatika
(=
Rheuma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und
magen
schonende wie z.B.
Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B.
Parecoxib oder Etoricoxib,
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon
andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch
Muskel
relaxanzien
(= Mittel zur Entspannung von
Muskeln) (z.B.
Orphenadrin, Tolperison) verordnet werden.
Manchmal sind aber die
Schmerz
zustände nur mit zentral wirkenden
Analgetika (z.B. Tramadol,
Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin) (= im
Gehirn bzw.
Rücken
mark wirkende
Schmerzmittel)
beherrschbar.
Grundsätzlich sollte aber auch bei einem Gen ickschmerz eine
längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit
vermieden werden.
Die Kombination mit schmerzdistanzierenden
Antidepressiva (=
Mittel gegen Depression, aber auch bei einem chronischen Genickschmerz
wirksam) (z.B. Doxepin, Maprotilin)
hilft in vielen Fällen
Schmerzmittel
einzusparen.
Therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem
örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika):
Bei einem anhaltenden Sch
merz sollten rechtzeitig alternative
Methoden eingesetzt werden. Eine sehr wirksame Alternative, ohne jedes
Gewöhnungs- oder Suchtpotential, ist die
therapeutische Lokalanästhesie
mit einem langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain) in
Form von örtlichen Betäubungen und
Nervenblockaden.
Infiltrative
Lokalanästhesie:
Die einfachste diesbezügliche
Therapie besteht in der örtlichen Infiltration der meist verspannten, an die
Wirbelsäule
angrenzenden
Muskulatur.
Je nach segmentaler Ausdehnung reichen ca. 5-10 ml Bupivacain 0,25% bis 0,5%
völlig aus. Eine weitere Möglichkeit ist die gezielte Infiltration von
Triggerpunkten (=
kleine Reizzonen hpts. in der
Muskulatur)
nach vorheriger Identifizierung derselben.
Periphere temporäre
(= oberflächliche, zeitlich begrenzte)
Nervenblockade
n:
Zur Unterbrechung segmentaler
Reflexkreise, aber auch zur Therapie von Schmerzausstrahlungen eignen sich
Blockaden
(= Betäubungen)
der korrespondierenden Ner
venwurzeln
(=
Nerven
austrittstellen neben
der
Wirbelsäule).
Gegen Sch
merz ausstrahlungen in den
Hinterkopf im
Rahmen eines oberen
HW
S-Syn
droms
wirken wiederholte Betäubungen der Nn. occipitales
(=
Ner
ven
am
Hinterkopf).
Ein
Genickschmerz
mit Schmerzausstrahlungen in
Schulter /
Arm, wie sie beim
unteren HW
S-Syn
drom
bzw. bei der
Zervikobrachialgie
in typischer Weise vorkommen, spricht zufriedenstellend auf die wiederholte hohe
Blockade des Plexus brachialis
(= Betäubung des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich)
nach Winnie an. Technisch risikoärmer und oft besser wirksam
ist jedoch die kontinuierliche, retrograd hohe
Plexus brachialis-Blockade mit Katheter (*siehe unten).
Zur Schmerzbehandlung kann auch die interskalenäre
(= zwischen Muske
ln im seitlichen,
unteren Halsbereich) Blockade des Pl
exus brach
ialis auch kontinuierlich mit Katheter durchgeführt werden, allerdings
ist diese Methode mit einem etwas größeren Risiko behaftet.
Physikalische Therapie:
Auch die Elektrostimulation kann eine Beschwerdelinderung herbeiführen. Die
transkutane Nervenstimulation mit Niederfrequenzgenerator über
Klebeelektroden (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten bei Bedarf selbst
behandeln können. Die Elektroden werden paarig neben der
Halswirbelsäule
aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der Elektrodengröße
kann die Wirkung optimiert werden.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist bei chronische
n Sch merz im Genick die oberflächliche
Kältetherapie im Schmerzbereich. Wir verwenden einen elektrischen
Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca. -10 bis -15 Grad C abgekühlt ist.
Manche Patienten empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen
(Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls einen
Rückenschmerz
lindern.
Die Verordnung von gewöhnlichen Massagen ist auch bei einem Gen
ickschmerz nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar
angenehm sein, aber unter schmerztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und
führt nur zu unnötigen Kosten. Nahezu unverzichtbar ist bei einem
Genickschmerz
aber die
heilgymnastische Therapie,
da meist nur diese geeignet ist, einen ärztlichen Behandlungserfolg zu sichern
und längerfristig zu stabilisieren. Dabei gilt es, die
Muskeln neben der
Halswirbelsäule zu trainieren, da auf Dauer
nur eine kräftige/suffiziente
Muskulatur
eine statische und dynamische Schwäche des Achsenorgans kompensieren kann.
Besonders bei einem
Gen
ickschmerz
aufgrund akuter Blockierungen hat die manuelle Therapie (Chirotherapie) durchaus
gute Erfolge aufzuweisen.
Bei schmerzhaften degenerativen (= durch Abnützung hervorgerufenen)
Veränderungen der Wir
belsäule wird auch eine
Röntgenbestrahlung (Thomalske 1991) und
Magnetfeldtherapie (pulsierende
Signaltherapie) empfohlen.
Andere Therapiemaßnahmen
bei Genick
schmerz:
Der Vollständigkeit halber darf die
Akupunktur nicht unerwähnt bleiben.
Wichtig sind individuelle Instruktionen zur richtigen Haltung und
Vermeidung von übermäßigen Wirbelsäulenbelastungen (funktionelle Ergotherapie).
Darüber hinaus ist anzustreben, daß die betroffenen Patienten Übungen zur
Lockerung der Mus
kulatur erlernen.
Die Verordnung von Hilfsmitteln wie z.B. Schanzsche Krawatte sollten dem
Orthopäden vorbehalten sein.
Hypnoide (=
bewußtseinsverändernde) Verfahren
wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson sind bei einem
länger anhaltenden, chronische
n
Genickschmerz eine sinnvolle Ergänzung der
Gesamtstrategie, da auch sie zu einer muskulären Entspannung führen, ebenso
Biofeedback (=
Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer Signale).
Psychotherapeutische Interventionen können beim ausgeprägten
"psychosomatischen Sch
merz" angezeigt sein, da auch verdrängte Konflikte muskuläre
Verspannungen und Sch
merz en verstärken können.
Es gibt aber noch weitere Krankheiten, die auch mit einem Genickschmerz einhergehen können (für weitere Informationen einfach anklicken):
·
Sluder Neuralgie - Primär besteht
bei dieser
Schmerzerkrankung
ein
Gesichtsschmerz,
charakterisiert durch längerdauernde
Schmerzattacken
(bis zu 20 min, selten länger) die sowohl am Tage als auch in der Nacht
auftreten können.Betroffen ist einseitig die Orbita
(= Augenhöhle), der innere
Augenwinkel und die
Nase
nwurzel, oft mit Ausstrahlungen zum
Oberkiefer,
Rachen
und
Ohr, aber auch in
Schulter und
Genick. Es besteht eine
Hypästhesie
(= verminderte Empfindung) im
Mund -/
Rachenbereich,
evtl. auch eine halbseitige
Gaumen
segellähmung.Als charakteristisch gilt ein anfallsartiger heftiger
Niesreiz (Soyka 1989). Wie beim
Cluster-Kopfschmerz tritt häufiger Tränen- und
Nase
nfluß auf.
Ursächlich ist wohl eine En
tzündung des Ganglion pterygopalatinum
(= eine Schaltstelle im unwillkürlichen
Nerven
system).
· Nac ken-Zungen-Syndrom (Neck-tongue-Syndrom) - Im Vordergrund steht ein Kopfschmerz, der attackenartig einseitig hinterkopf -/ genick betont auftritt und von einer unangenehmen Hypästhesie (= herabgesetzte Empfindlichkeit) bzw. Taubheit und einem Sch merz im Bereich der gleichseitigen Zunge nhälfte begleitet wird.Betroffen ist der Zunge nnerv N. lingualis. Der Schmerz am Genick / Hinterkopf konzentriert sich auf den Versorgungsbereich der 2. Zervikalwurzel (= Wurzel der Halswirbelsäule).
· Intermedius-Neuralgie - Diese Schmerzkrankheit ist gekennzeichnet durch einen streng einseitig, attackenförmig lanzierenden Sch merz im Bereich des äußeren Gehörgangs mit Ausstrahlung in die Tiefe des Ohr es, zum Gesicht, bis hin zum Gaumen dach und Oberkiefer. Häufig strahlen die Beschwerden auch nach dorsal bis zum Genick aus. Oft gesellt sich eine Hypersekretion (= Überfunktion) der Speicheldrüsen dazu.Manchmal gehen die Sch merz en auch mit Tränen- und Speichelfluß sowie abnormen Geschmacksempfindungen einher.
· Retropharyngeale Tendinitis - Die retrophar yngeale (= hinter dem Rachen oder Schlund, als gemeinsamer Abschnitt der Luft- und Speisewege, gelegen) Tendinitis (= entzündliche Sehnenerkrankung bzw. Erkrankung der Sehnenansätze) führt zu einem Hinterkopf - und Genick schmerz, hervorgerufen durch eine prävertebrale (= vor der Wir belsäule befindlichen) Weichteilschwellung.
Bei einem längerfristig bestehenden chronische n Genick schmerz ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Erläuterungen:
*
Bei der sog.
kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne Kunststoffschlauch
dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner
ven eingepflanzt. Die Einpflanzung
erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht
„aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals
täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche
Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur
Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch
eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das
Lokalanästhetikum
(=
örtliche Betäubungsmittel)
wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben.
Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige
Blockadebehandlung auch das sog.
Schmerz
gedächtnis zu löschen, auch bei einem Schmerz im Genick.
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Aktualisiert:>20.05.2008</>
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